Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht, update

8. Oktober 2015

Nachfolgend einige Details zum gegenständlichen Thema, neuester Stand:

Ab 1. Jän. 2016 müssen alle Unternehmer, Bilanzierer, Einnahmen-Ausgaben-Rechner und auch Vermieter alle Bareinnahmen täglich und einzeln aufzeichnen.

Betriebe (nicht die Vermieter) müssen diese Aufzeichnungen mit einer elektronischen Registrierkassa vornehmen.

Die Belegerteilungspflicht gilt aber wieder für alle Unternehmer.

Der Beobachtungszeitraum für die Beurteilung, ob die Grenzen für die Verwendung einer Registrierkasse (mehr als 15.000,-- Jahresumsatz und darin enthaltene Barumsätze von mehr als 7.500,--) überschritten sind oder nicht, ist nach derzeitiger Ansicht der Finanzverwaltung schon das Jahr 2015 maßgeblich. Diese Auslegung läßt sich jedoch nicht zwingend aus der Gesetzesformulierung ableiten, sondern müsste der Beobachtungszeitraum eigentlich erst ab 1.1.2016 gelten. In diesem Fall würde die Registrierkassenpflicht tatsächlich frühestens ab 1. Mai 2016 eintreten, sofern bereits im UVA-Zeitraum 01/2016 die maßgeblichen Grenzen überschritten werden. Es ist noch unklar, welcher Weg tatsächlich beschritten werden wird.

Ausnahmen von den vorstehenden Verpflichtungen:

  1. Kalte-Hände-Regel: Unternehmer, welche Haus-zu-Haus Umsätze tätigen bzw. ihre Verkäufe im Freien (Straßen, Wege, Plätze, öffentliche Orte,etc.) durchführen und deren Jahresumsatz max. 30.000,-- beträgt, dürfen weiterhin durch Rückrechnung (Kassasturz) den Umsatz ermitteln. Die Rückrechnung muss jedoch dokumentiert werden und spätestens zu Beginn des nächsten Arbeitstages erfolgen.
  2. Gemeinnützige Körperschaften und kleine Vereinsfeste
  3. Automatenumsätze, sofern die Gegenleistung für Einzelumsätze nicht mehr als 20,-- beträgt.

Unternehmen, die grundsätzlich in die Registrierkassenpflicht fallen, ihre Umsätze jedoch außerhalb ihrer Betriebsräume erbringen, dürfen die Umsätze nachträglich, nach Rückkehr zum Betriebsort, erfassen. Zu beachten ist, dass eine Summenerfassung nicht erlaubt ist, alle Umsätze müssen einzeln in der Registierkassa eingegeben werden. Jedem Kunden ist ein Beleg auszufolgen (Belegerteilungspflicht u. Einzelumsatzaufzeichnung) und von diesem Beleg ist eine Durchschrift aufzubewahren.

Die Verpflichtung zur Errichtung einer technischen Manipulationssicherheit ab 1.1.2017 besteht unverändert.

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