Änderungen bei den Sonderausgaben ab 2017

20. Dezember 2016

Im Jahr 2017 tritt eine wesentliche Änderung bei der Berücksichtigung von Sonderausgaben im Rahmen der Steuerveranlagung ein: Bestimmte Sonderausgaben, nämlich Beiträge an Kirchen und Religionsgesellschaften, Spenden an begünstigte Spendenempfänger oder an freiwillige Feuerwehren und Landesfeuerwehrverbände,Beiträge für eine freiwillige Weiterversicherung einschließlich desNachkaufs von Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung und vergleichbare Beiträge an Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbständig Erwerbstätigen sowie Zuwendungen zur Vermögensausstattung einer gemeinnützigen Stiftung werden nur mehr auf Grundlage eines elektronischen Datenaustausches in der Veranlagung (automatisch) berücksichtigt und können nicht mehr in einer Erklärung beim Finanzamt geltend gemacht werden.

 

Der Zahler, der die Zahlung als Sonderausgabe berücksichtig haben möchte, muss dem Zahlungsempfänger (z.B. Spendenorganisation, Feuerwehr, Kirchenbeitragsstelle) seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum, bekannt geben. Ohne Bekanntgabe dieser Daten können solche Sonderausgaben in der Veranlagung nicht mehr berücksichtigt werden.

 

Es wird nicht mehr möglich sein, die von der Datenübermittlung erfassten Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend zu machen. Die Bekanntgabe der Daten bewirkt, dass alle Zahlungen (auch für Folgejahre) der Finanzverwaltung übermittelt werden. Der Steuerpflichtige kann die Übermittlung aber jederzeit widerrufen, sodass dann keine Übermittlung mehr erfolgen darf.

Um Fehler zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Daten (Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum) korrekt bekannt gegeben werden. Der Name wird mit der Schreibeweise im Meldezettel verglichen.

 

Es ändert sich nichts hinsichtlich der Berücksichtigung von Spenden als Betriebsausgaben. Diese sind unverändert in der Steuererklärung anzugeben.

 

Falls ein Bescheid nicht stimmt weil die Übermittlung falsch ist, dann erhebt man Beschwerde beim Finanzamt und wendet sich an die Organisation mit der Bitte, den Fehler zu beheben. Erfolgt das, wird der Beschwerde stattgegeben und die Übermittlung berücksichtig. Wir der Fehler nicht behoben, obwohl glaubhaft ist, dass der Steuerpflichtige den Betrag tatsächlich geleistet hat, wird der Betrag trotzdem berücksichtigt

 

 

 

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